„Das einzig Beständige ist der Wandel.“

(Arthur Schopenhauer)

AKTUELL: MÄNNERGRUPPE IN NEUEN RÄUMLICHKEITEN
Unsere Männergruppe trifft sich sich ab dem 2. März 2016 in neuen Räumlichkeiten in Braunschweig. Eine Anmeldung ist erforderlich. Alle Infos erhalten Sie unter Telefon 0531 79 84 43 – wir freuen uns auf Sie!

Männerarbeit. Oder: Der Weg zum Mann. Viele alte Kulturen benutzen Ärger, um die Vergangenheit loszulassen. In unserer Gesellschaft haben wir nicht gelernt, mit Ärger umzugehen. Im Gegenteil, wir fühlen uns zuweilen sogar schlecht, wenn wir ärgerlich werden. Anstatt zu lernen, dass es gesund ist, seinem Ärger Ausdruck zu verleihen, lernen wir „Sei still – reiß dich zusammen – wie kannst du es wagen deine Stimme gegen mich zu erheben – ab in dein Zimmer“.

Dabei kann es im Laufe des Lebens zu körperlichen Symptomen kommen, wenn ein Mann den Ärger nicht ausdrückt, eventuell richtet er ihn sogar gegen sich selber.

Wenn Sie lernen, Ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen, werden Sie von seiner Last befreit. Buddha sagt: „Wenn du einen ärgerlichen Bullen in eine Scheune sperrst, wird er die Tür eintreten und sich selbst verletzen. Wenn du ihn auf einem Feld frei laufen lässt wird er seinen Ärger rauslassen ohne sich oder andere zu verletzen.“ Genau das ist unsere Herausforderung.

ALTE GEFÜHLE UND AGRESSIVITÄT

Viele alte Gefühle wie Wut, Hass, Groll und Rachsucht den erinnerten Eltern gegenüber, sind der Hauptgrund für unsere Beschwerlichkeiten in der Gegenwart. Gerade in zwischenmenschlichen Beziehungen rufen alte, unbemerkte „Erinnerungsmomente“ diese Gefühle hervor. Das wirkt dann wie ein gedrückter Knopf, womit wir dann diese alten Gefühle gegen ahnungslose Mitmenschen richten und ausagieren. Die Bewusstheit über das zu entwickeln was wir wollen und was wir nicht wollen, reicht einfach nicht aus. Wir müssen die Punkte die uns limitierten, frustrierten oder mit denen wir im Konflikt sind ausdrücken um sie loslassen zu können. Wir müssen ihnen eine Stimme geben um in unsere wahre Kraft zu gelangen.

Bei vielen Männern wurde aggressives Verhalten in der Jugend aberzogen und unterdrückt. Dabei bildet das aggressive Potenzial der Männer die Basis für überlebenswichtiges Verhalten. Viele typisch männliche Stärken wie Mut, Durchsetzungskraft, Zielstrebigkeit, Entscheidungsfreude oder auch die Übernahme von Verantwortung sind untrennbar mit positiv eingesetzter Aggressivität verbunden. Aggression hilft sich abzugrenzen und zu schützen, wenn der eigene Lebensraum oder die Integrität der Psyche bedroht sind.

So sind in unserer heutigen Gesellschaft Aggressionen mit einem Tabu belegt. Das hat vor allem für Jungen weitreichende Folgen, denn es wird eine grundlegende Eigenschaft abtrainiert, die für das Mannsein ebenso wie für das entwickeln einer männlichen Identität unverzichtbar sind. Damit ist nicht Gewalt gemeint, denn Gewalt entsteht durch Unbewusstheit und mangelnde Kontrolle der Aggressivität. Gewalt ist unkontrolliertes und willkürliches Ausleben von Aggression.

Alten Ärger freizulassen ist harte Arbeit. Ärger blockiert oftmals unsere Verbindung zu unserem Höheren Selbst und zu unserer Selbstliebe. Wenn wir ihn rauslassen sind wir wieder verbunden. Das Erleben der alten Wut, Ärger, Schmerz und Verletzung ist der erste Schritt auf dem Weg zum Mann. Daran arbeite ich mit Ihnen, unter anderem in unserer Männergruppe.